Flussbahnhof

 

Wechselwirkung von Stadtplanung und Tourismus

am Beispiel der Flusskreuzfahrt in Europa

 

Stadtplanung und Tourismus sind enger miteinander verknüpft als man vermuten könnte. Oft werden jedoch in Städten viele Synergieeffekte verschenkt, weil jede Fachrichtung separat plant und es keine Vermittlung für die Bedingungen und Voraussetzungen des jeweils anderen gibt. Daher ist es für die Entwicklung einer Stadt hilfreich, wenn Stadtplaner und Touristiker nicht autonom arbeiten, sondern interdependent handeln. Der Bereich der Flusskreuzfahrten, mehrtägige Fahrten mit Hotelschiffen über Flüsse bei denen verschiedene Städte angelaufen werden, eignet sich als Beispiel um zu prüfen, ob ein interdisziplinärer Ansatz von Stadtplanung und Tourismus für die Städte tatsächlich förderlich ist.

Der Flusskreuzfahrtsektor boomt in Europa. Immer mehr Schiffe befahren das Wasserstraßennetz zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Anhand von fünf Städten wird exemplarisch aufgezeigt, wie mit dem Thema Flusskreuzfahrten umgegangen wird, welche Faktoren den Erfolg ausmachen und welche hinderlich sind. Eine umfassende Analyse soll zeigen, ob Einflüsse wie Traditionen, die geographische Lage, Entwicklungskonzepte oder die Kultur eine Rolle spielen. Angesetzt wird sowohl bei der räumlichen Planung als auch bei organisatorischen Maßnahmen. Des Weiteren werden die Bedingungen und Wünsche der Reiseveranstalter eruiert, die für eine Entscheidung der Destinationen eine Rolle spielen. Die Programmgestaltung hängt ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab, die aufgezeigt werden und in die Erarbeitung einfließen. Diese Bedingungen werden in dieser Arbeit ebenso geklärt wie die Zielgruppe, die aufgrund ihrer Altersstruktur besondere Planungserfordernisse aufweist.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Wechselwirkung der Disziplinen Architektur/Stadtplanung und Tourismus aufzuzeigen und für eine positive Entwicklung zu nutzen. Zudem wird am Ende dieser Forschungsarbeit ein Manual stehen, anhand dessen sich Städte und Reiseveranstalter bewerten können und somit Hinweise auf das Entwicklungspotential einer Flussreisedestination bekommen.

  

Andreas Rauland                                                                                    11/2013